Dokumentation

Alles zum Installieren, Konfigurieren und Nutzen der ZabFox-Module.

Getting Started

Installiere und aktiviere das Network-Topology-Modul in deiner Zabbix-7.0-LTS- oder 7.4-Umgebung. Kein zusätzlicher Server — alles läuft im Frontend.

bash · modul installieren
# In den Modules-Ordner der Zabbix-UI
cd /usr/share/zabbix/ui/modules

# Release entpacken (Verzeichnisname ist Pflicht)
sudo unzip ~/Downloads/network_topology_v6.zip
sudo chown -R root:root network_topology_v6

# PHP-FPM neu laden
sudo systemctl reload php8.3-fpm

In vier Schritten startklar

01EntpackenAls network_topology_v6.
02Scan directoryAdministration → Modules.
03AktivierenModul enablen.
04LoslegenMonitoring → Topology.

Dashboard-Widgets · optional

Drei Widgets bringen die Daten des Moduls direkt aufs Dashboard: Topologie-Graph, Health-Score pro Hostgruppe und eine Hostliste im Nagios-Stil. Alle drei nutzen dieselbe Datenquelle wie das Hauptmodul — kein zweiter Dienst, keine zusätzliche Konfiguration.

Voraussetzungen: Zabbix 7.4 — auf 7.0 LTS läuft nur das Hauptmodul, nicht die Widgets. Und ein installiertes, aktiviertes Hauptmodul: Die Widgets holen sich von dort ihre Daten und die Graph-Bibliothek (Cytoscape.js) und funktionieren deshalb nicht eigenständig. Reihenfolge: erst Hauptmodul, dann Widgets.

Die drei Widget-ZIPs liegen als Release-Assets auf GitHub — in den Modules-Ordner entpacken:

widget-installation
# In den Modules-Ordner der Zabbix-UI
cd /usr/share/zabbix/ui/modules

# Jedes Widget in einen EIGENEN Ordner (-d) — die ZIPs haben keinen Oberordner
sudo unzip network_topology_v6_widget.zip -d network_topology_v6_widget
sudo unzip network_topology_v6_health_widget.zip -d network_topology_v6_health_widget
sudo unzip network_topology_v6_table_widget.zip -d network_topology_v6_table_widget
sudo chown -R root:root network_topology_v6_*

# php-fpm neu laden (Dienstname je nach Distro/PHP-Version)
sudo systemctl reload php8.3-fpm

Danach Administration → General → Modules → Scan directory und die drei Module auf Enabled setzen. Sie erscheinen dann im Dashboard-Editor unter „Add widget".

FAQ

Braucht das Modul einen zusätzlichen Server?

Nein. Network Topology läuft komplett im Zabbix-Frontend als PHP-Modul — kein Extra-Dienst, kein separater Server.

Welche Zabbix-Version wird unterstützt?

Das Hauptmodul läuft auf Zabbix 7.0 LTS und 7.4. Nur die Dashboard-Widgets brauchen 7.4 — auf 7.0 LTS bleiben sie auf „Loading…" hängen.

Ist ZabFox kostenlos und Open Source?

Ja. Das Network-Topology-Modul steht unter AGPL-3.0 und ist frei nutzbar.

Wie installiere ich das Modul?

Release nach ui/modules/ entpacken (Ordner network_topology_v6), php-fpm neu laden und in Administration → Modules aktivieren — rund zwei Minuten.

Welche Ansichten gibt es?

Vier: Technical (Force-Graph), Management (Wallboard), Table (Hostliste/Pivot) und Geo (Leaflet-Karte) — aus denselben Daten.

Was ist in der aktuellen Version neu?

v4.36.0 bringt Ghost-Knoten — unüberwachte LLDP/CDP-Nachbarn erscheinen als Geisterknoten auf der Karte — und eine Port-zu-Port-Weathermap mit gemessener Per-Link-Auslastung.

Was passiert mit Geräten, die keine Topologie melden — unmanaged Switches, Firewalls ohne LLDP?

Das kommt auf das Gerät an, und es gibt zwei unterschiedliche Fälle.

Ein unmanaged Switch ist meist unsichtbar. Er spricht kein LLDP, reicht die Frames aber durch, weil er sie nicht verarbeitet. Die gemanagten Geräte links und rechts sehen dadurch sich gegenseitig und erscheinen auf der Karte direkt verbunden. Topologisch ist das falsch — praktisch stimmt die Aussage „diese beiden hängen zusammen" aber trotzdem.

Eine Firewall ohne LLDP ist der unangenehmere Fall. Sie wird von Zabbix überwacht, erscheint also als Knoten — aber ohne Kanten. Sie liegt als Insel auf der Karte, obwohl der halbe Verkehr durch sie läuft.

So füllst du die Lücken:

  1. Host-Tag nt:parent=<hostname> — der empfohlene Weg. Setz am Host ein Tag mit dem Namen des Geräts, an dem er hängt, z. B. nt:parent = fw-core. Das ist ein normales Zabbix-Host-Tag, liegt also serverseitig und ist für alle Benutzer sichtbar. Gedacht für Träger-Beziehungen (VM→Hypervisor, Container→Node), funktioniert aber genauso für „dieser Host hängt hinter dieser Firewall". Die Ausfallsimulation behandelt es als harte Abhängigkeit: Fällt der Parent aus, fällt der Child — unabhängig vom Netzpfad.
  2. Manuelle Links direkt in der Karte zeichnen (Star-Modus). Schnell für die eigene Sicht. Einschränkung: Sie liegen im localStorage des Browsers, sind also pro Benutzer und Gerät — dein Kollege sieht sie nicht. Zum Dokumentieren einer gemeinsamen Topologie ist das Tag das richtige Werkzeug.
  3. Ghost-Knoten decken den umgekehrten Fall ab: Meldet ein Nachbar ein Gerät, das in Zabbix gar nicht überwacht wird, erscheint es als gestrichelter Platzhalter. So wird die Lücke sichtbar, statt zu verschwinden.

Wichtig für die Ausfallsimulation: Sie kennt nur die Kanten, die sie bekommen hat. Ein Gerät, das nicht im Graphen steht, kann nicht als Ausfallpunkt simuliert werden — und eine handgezeichnete Kante, die nicht der Realität entspricht, macht die Simulation zuverlässig falsch. Für die Pfade, auf die es wirklich ankommt, lohnt sich ein Gegencheck: Sind die Kanten gemessen oder angenommen?